Gute Texter oder KI?
Wo die Maschine an ihre Grenzen stößt
Synergien zwischen Mensch & Maschine nutzen: KI liefert Material – gute Texter prüfen, gewichten und machen daraus einen starken Text.
Was macht einen guten Texter aus?
Fehlerfreie Grammatik ist die Grundlage. Interessant wird es danach. Ein guter Texter versteht, was ein Unternehmen sagen möchte, was Leser wissen müssen und was davon wirklich auf die Seite gehört. Dafür braucht es Recherche, Sprachgefühl, Erfahrung und die Fähigkeit, Informationen einzuordnen.
Gerade mit KI wird diese Auswahl wichtiger. Ein Sprachmodell kann sehr schnell Material liefern. Ob dieses Material stimmt, zum Kontext passt und eine brauchbare Aussage ergibt, muss trotzdem jemand beurteilen.
Texter-Erfahrung vs. KI-Information
KI-Sprachmodelle arbeiten mit Mustern aus großen Datenmengen. Sie können Informationen hervorragend zusammenführen und sprachlich neu kombinieren. Was ihnen fehlt, ist eigene Erfahrung mit einem Kunden, einer Zielgruppe oder einem konkreten Projekt.
Ein erfahrener Texter kann dagegen einschätzen:
Welche Information ist für diese Seite wichtig?
Was ist nur Nebensache?
Wo fehlt ein Beleg?
Welche Formulierung passt zur Marke?
Wo klingt eine Aussage zwar überzeugend, stimmt aber nicht ganz?
Genau deshalb ist KI für mich ein Werkzeug – kein Ersatz für redaktionelles Urteil.
Gute Texter verknüpfen Informationen mit Kontext
Ein guter Texter sammelt Informationen nicht nur, sondern ordnet sie ein.
Er kennt das Briefing, kann nachfragen, erkennt Widersprüche und sieht, wenn etwas zwar elegant klingt, aber am eigentlichen Thema vorbeigeht.
KI kann dabei enorm hilfreich sein. Die Entscheidung, was am Ende stehen bleibt, braucht trotzdem einen kritischen Blick.
Gute Texter finden
Ausbildung, Kompetenzen & Spezialisierungen prüfen
Darauf solltest du bei einem guten Texter achten:
Arbeitsproben: Passt die Qualität zu dem, was du brauchst?
Erfahrung: Hat die Person bereits mit vergleichbaren Themen, Zielgruppen oder Projekten gearbeitet?
Recherche: Werden Aussagen geprüft oder nur vorhandene Informationen umformuliert?
Sprachgefühl: Kann der Texter unterschiedliche Tonalitäten glaubwürdig treffen?
Auffassungsgabe: Versteht er komplexe Themen schnell?
SEO-Kenntnisse: Bei Webtexten sollte er Suchintention, Keywords, interne Verlinkung und OnPage-Grundlagen verstehen.
Kundenstimmen und Referenzen: Gibt es nachvollziehbare Erfahrungen aus echten Projekten?
Kommunikation: Fragt die Person nach, wenn etwas unklar ist?
Gute Texter führen durch Fragen
Gute professionelle Texter schreiben nicht sofort los. Sie fragen zuerst. Was soll die Seite erreichen? Wer liest sie? Was unterscheidet das Angebot? Welche Aussagen müssen fachlich abgesichert werden? Was darf auf keinen Fall nach Werbung klingen?
KI kann auf Prompts reagieren und inzwischen auch Rückfragen erzeugen. Entscheidend ist aber, ob jemand erkennt, welche Frage im konkreten Projekt überhaupt gestellt werden muss.
Meine Kunden erleben diesen Unterschied so:
„(…) Blitzgescheit schrieb sie nach kurzen Telefonaten Online-Texte, die mich sofort überzeugten. Faszinierend ist ihre ansteckend gute Laune! Dank ihrer Beratung und ihres Qualitätsfokus fielen mir Entscheidungen viel leichter.“ (Liyanage Consulting » Referenzen)
Gute Texter machen aus Rohmaterial einen Text
Briefings sehen selten aus wie fertige Geschichten. Oft bestehen sie aus Stichpunkten, Fachinformationen, alten Broschüren, Gesprächsnotizen und fünf Aussagen, die angeblich alle „unbedingt ganz nach oben“ müssen.
Ein guter Texter erkennt darin die eigentliche Botschaft, baut eine nachvollziehbare Struktur und findet den passenden Ton. Das ist ein Unterschied, den auch die beste Schreibroutine nicht automatisch ersetzt.
Gute KI-Texte brauchen redaktionelle Qualität
Ein guter Prompt ist ein Anfang. Danach muss jemand prüfen, ob Fakten, Gewichtung, Ton und Argumentation stimmen.
Ich nutze KI dort, wo sie Arbeit sinnvoll beschleunigt – etwa für Rechercheansätze, Strukturvarianten oder erste Entwürfe. Was veröffentlicht wird, bekommt meinen redaktionellen Blick. Wer KI ignoriert, verliert den Anschluss. Wer ihr blind vertraut, verliert sein Profil.
Kann man gut schreiben lernen?
Recherche, Aufbau, Dramaturgie, Kürzen, SEO und unterschiedliche Textformen lassen sich lernen. Sprachgefühl entwickelt sich zusätzlich durch Lesen, Schreiben, Feedback und sehr viel Praxis. Nach vielen Jahren in Agenturen und Redaktionen sehe ich 3 Schwächen besonders häufig:
Der Leser gerät aus dem Blick: Der Text erklärt, was das Unternehmen sagen will – aber nicht das, was sein Gegenüber wissen möchte.
Die Recherche bleibt an der Oberfläche: Vorhandene Informationen werden nur neu formuliert, statt geprüft und eingeordnet.
Formeln ersetzen Denken: gelerntes Schema rein, fertiger Text raus. Das fällt spätestens auf, wenn das Thema nicht ins Schema passt.
5 Eigenschaften guter Texter
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1. Sprachgefühl
Ein guter Texter findet Formulierungen, die zum Thema, zur Marke und zur Zielgruppe passen. Dazu gehört auch zu wissen, wann ein Satz genug gesagt hat.
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2. Verständnis für die Zielgruppe
Gute Texte beginnen nicht bei dem, was ein Unternehmen erzählen möchte, sondern bei der Frage, was Leser wissen müssen, um eine Entscheidung treffen zu können.
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3. Kreativität
Kreativität bedeutet nicht, jeden Satz besonders originell zu machen. Oft besteht sie darin, einen bekannten Gedanken einfacher, treffender oder aus einer besseren Perspektive zu erzählen.
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4. Kommunikation
Ein guter Texter kann komplexe Informationen ordnen und verständlich vermitteln. Und er kann genauso gut zuhören und nachfragen.
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5. SEO-Kenntnisse
Wer für Websites schreibt, sollte verstehen, wie Suchintention, Keywords, Seitenstruktur und interne Verlinkung zusammenspielen.
SEO bedeutet dabei nicht, möglichst viele Suchbegriffe unterzubringen. Es sorgt dafür, dass Thema, Seite und Suche zusammenpassen.
Einen guten Texter suchen & finden
Schluss mit falschen Kriterien
Wer Qualität sucht, sollte nicht nach Stoppuhr oder Gratis-Proben Ausschauhalten. Ein Probetext ohne tiefgehende Recherche ist ein Blindflug – er zeigt weder Strategie noch Substanz. Verlass dich lieber auf Portfolios und echte Kundenstimmen.
Auch permanente Erreichbarkeit ist kein Qualitätsmerkmal. Gute Arbeit braucht konzentrierte Phasen – und eine Kommunikation, auf die man sich trotzdem verlassen kann.
Wer nur auf Tempo schaut, bekommt schnell Masse. Gute Texte brauchen dagegen genug Raum für Recherche und Überarbeitung.
Mehr Tipps zur » Texter-Suche – So erkennst du echte SEO-Profis
Gute Texter erkennen
Ein guter Texter fragt nach, bevor er schreibt. Er kann erklären, warum er etwas empfiehlt, zeigt Arbeitsproben und macht transparent, was in seinem Angebot enthalten ist. Auch der Preis sollte zum Aufwand passen. Recherche, Abstimmung und redaktionelle Arbeit verschwinden schließlich nicht, nur weil am Ende „nur Text“ in einem Dokument steht.
Gute Texter kennen auch ihre Grenzen. Wenn Fachgebiet, Umfang oder Anforderungen nicht zu meinem Profil passen, sage ich das offen.
Ein Auftrag wird nicht dadurch besser, dass man ihn um jeden Preis annimmt.