Aufbau einer LandingPage – Design, Checkliste & Tipps

Starke Landing-Pages erstellst du, indem du sie richtig aufbaust und gestaltest: Dabei spielen Textelemente wie eine klare Botschaft und ein Call-to-Action (CTA) sowie der optische Eindruck eine wichtige Rolle. Essenziell ist, dass die Elemente zusammenarbeiten. Besucher sollen verstehen, was du anbietest, warum es für sie interessant ist und wie es weitergeht.

LandingPage: Aufbau und Vorteile

Vorteile einer LandingPage

  • vielfältig einsetzbar, z. B. für neue Produkte, Aktionen oder Dienstleistungen

  • gezieltes Bewerben von bestimmten Angeboten

  • Botschaft und Handlungsaufforderung auf eine Zielgruppe abstimmen

  • Besucher aus Anzeigen, Suchergebnissen oder anderen Kanälen zum passenden Angebot führen

  • Interessenten über eine Anmeldung oder Anfrage erfassen

 

Warum sind LandingPages so effektiv?

LandingPages sind nicht umsonst ein relevanter Teil von Kampagnen im Online-Marketing. Während eine Startseite häufig mehrere Angebote und Zielgruppen zusammenbringt, konzentriert sich eine LandingPage auf ein bestimmtes Angebot und eine vorrangige Handlung.

Das sorgt beim Leser für Klarheit. Er muss sich nicht erst durch deine Website arbeiten, um das beworbene Angebot zu finden. Ob er anschließend handelt, hängt allerdings auch davon ab, wie relevant es für ihn ist und ob die Seite seine Fragen beantwortet.

Ein auffälliger Button allein überzeugt noch niemanden.

 

3 gute Gründe für den Aufbau einer optimalen LandingPage


Traffic steigern

Eine suchmaschinenoptimierte LandingPage kann passende Suchanfragen bedienen. Dafür braucht sie einen klaren Schwerpunkt und hilfreiche Inhalte.

Eine reine Kampagnenseite erhält ihre Besucher dagegen beispielsweise über Anzeigen, Newsletter oder Social Media. Die Seite selbst erzeugt diesen Traffic nicht automatisch.

Mehr Leads

Unterschiedliche Angebote können eigene Zielseiten benötigen. Wer sich für ein bestimmtes Seminar interessiert, sollte direkt dessen Inhalt, Termin und Anmeldung finden.

Mehr LandingPages sind deshalb sinnvoll, wenn sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Eine möglichst große Seitenzahl ist noch keine Strategie.

Überzeugend verkaufen

Eine LandingPage erklärt dein Angebot und erleichtert die Entscheidung: Was bekomme ich? Passt das zu meinem Bedarf? Welche Bedingungen gelten?

Der nächste Schritt kann eine Bestellung sein, aber auch eine Anmeldung oder eine qualifizierte Anfrage. Entscheidend ist, dass die Handlung zum Angebot und zur Situation deiner Besucher passt.

 

Was sind LandingPages?

Du kannst den Begriff ganz salopp mit „Lande-Seite“ oder „Ziel-Seite“ übersetzen. Klickt ein Nutzer zum Beispiel auf einen Eintrag bei Google, ein Werbe-Banner oder eine Werbe-Anzeige, wird er sofort zur „Ziel-Seite“ weitergeleitet.

Im Marketing ist mit einer Landingpage meist eine Seite gemeint, die ein bestimmtes Angebot erklärt und zu einer konkreten Handlung führt – etwa einer Anfrage, Anmeldung oder Bestellung.

Kampagnenseiten werden häufig direkt über Anzeigen oder andere Links aufgerufen. Sie können aber auch über die Website-Navigation erreichbar sein. Eine Landingpage ist außerdem nicht automatisch eine SEO-optimierte Seite.

 

Der Aufbau einer LandingPage

LandingPages haben bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Neben einer Handlungsaufforderung müssen sie den Erwartungen des Users entsprechen – genau wie jede andere Webseite auch. Mehr dazu: Suchintention verstehen.

Sind die Informationen nicht zu finden, mit denen der Leser aufgrund der Anzeige oder des Links rechnet, fehlt der Anschluss. Darum muss deine LandingPage auf die Zielgruppe und den Anlass ihres Besuchs ausgerichtet sein.

Ein sinnvoller Aufbau beantwortet diese Fragen:

  1. Was wird angeboten und für wen ist es gedacht?

  2. Welchen Nutzen hat das Angebot?

  3. Was ist enthalten und welche Bedingungen gelten?

  4. Welche Beispiele oder Belege sprechen dafür?

  5. Was soll ich als Nächstes tun – und was passiert danach?

Im ersten sichtbaren Bereich sollten Angebot und nächster Schritt erkennbar sein. Danach folgen die Informationen, die Besucher für ihre Entscheidung benötigen.

Für eine erklärungsbedürftige Dienstleistung kann die Reihenfolge beispielsweise so aussehen: Einstieg mit Angebot und Nutzen → Leistungsumfang und Ablauf → passende Referenzen → Preis oder Angebotsrahmen → Antworten auf offene Fragen → abschließende Handlungsaufforderung.

Die Reihenfolge hängt vom Angebot ab. Ein bekanntes Produkt braucht weniger Erklärung als eine individuelle Beratungsleistung. Du musst deshalb nicht jede LandingPage nach demselben Muster befüllen.

Wie ausführlich du dein Angebot erklären solltest, hängt vom Informationsbedarf ab. Mehr dazu: Wie lang sollte ein SEO-Text sein?.

 

LandingPage Beispiel

Die Zeit bietet eine klassische LandingPage

Eine LandingPage muss nicht zwangsweise lange Texte aufweisen. An diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie sehr die Würze in der Kürze liegen kann. Es kommt nur auf die relevanten Informationen an.

 

Als Erstes fällt das große Bild ins Auge. Es prägt den sogenannten Hero-Bereich.

Direkt im ersten sichtbaren Bereich werden Besuchern zwei Optionen angeboten: ein klassisches Print-Abo oder ein Digital-Abo. Das Conversion-Ziel ist eindeutig das Abschließen eines Abonnements.

Die zwei Varianten sind kein Widerspruch zum klaren Seitenziel: Beide führen zur gleichen Art von Abschluss.

 

Direkt unter dem Header werden die Vorteile des Abos in schnell erfassbaren Stichpunkten aufgelistet.

Ein emotionales Argument wird zum Schluss genannt und optisch hervorgehoben.

 

Es folgt ein pinkfarbener Störer

der auf Angebote für andere Zielgruppen hinweist. Der kurze Text hält diesen Hinweis kompakt; das Abonnement bleibt die zentrale Botschaft.

 

Zum Schluss werden ein Problem, eine Lösung und ein zusätzlicher Anreiz präsentiert.

Die hervorgehobenen Kontaktdaten des Kundenservice bieten eine Anlaufstelle für offene Fragen. Das Beispiel zeigt: Eine LandingPage muss nicht möglichst viele Argumente unterbringen. Sie muss die Argumente auswählen, die für das konkrete Angebot wichtig sind.

 

LandingPage Struktur – Checkliste

Relevant sind vor allem zwei Dinge beim Aufbau von LandingPages: Dein Kunde sollte sich leicht orientieren können und einen nachvollziehbaren nächsten Schritt finden. Die folgende Checkliste hilft dir, die nötigen Elemente zusammenzustellen. Sie ist keine Pflichtliste für zusätzliche Seitenlänge.


Styling

Stelle den Wiedererkennungswert durch Logo, Farben, Bilder und Grafiken sicher.

Anzeige und Zielseite sollten auch optisch zusammenpassen, damit Besucher ihr erwartetes Angebot wiedererkennen.

Hero Shot

Der Hero Shot zeigt dein Angebot möglichst anschaulich – beispielsweise das Produkt, eine Anwendungssituation oder die Person hinter der Leistung. Wähle ein Motiv, das Besuchern hilft, das Angebot zu verstehen.


Headline (H1)

Benenne das Angebot klar. Bei einer suchorientierten Landingpage gehört ein passender Suchbegriff dazu. Überschrift und Hero Shot sollten dieselbe Botschaft vermitteln; eine Sub-Headline kann Zielgruppe oder Nutzen konkretisieren.

Anregungen für konkrete Formulierungen findest du unter Überschriften: Ideen und Beispiele.

Teaser

Nenne den wichtigsten Nutzen und gib einen Grund zum Weiterlesen.

Der Teaser soll das Angebot greifbarer machen, statt die Überschrift nur mit anderen Worten zu wiederholen.


Wertversprechen

Formuliere deine Verkaufsargumente aus und hebe relevante Besonderheiten hervor.

Was verändert sich für den Kunden? Welche Arbeit nimmst du ihm ab? Warum passt dein Angebot zu seinem Bedarf? „Hohe Qualität“ und „individuelle Lösungen“ beantworten diese Fragen noch nicht.

Entscheidungs-hilfen

Ergänze Informationen, die bei der Auswahl helfen: etwa Arbeitsproben, technische Daten, Anwendungsbeispiele oder nachvollziehbare Kundenerfahrungen.

Welche davon nötig sind, hängt davon ab, was deine Besucher vor einer Entscheidung wissen müssen.


Preis

Nenne den Preis oder einen sinnvollen Preisrahmen und erkläre, welche Leistungen enthalten sind.

Bei individuellen Angeboten sollte deutlich werden, welche Angaben du für eine Kalkulation brauchst. „Preis auf Anfrage“ lässt sonst offen, wie aufwendig der nächste Schritt wird.

Handlungsaufforderung

Fordere den Leser zu einer bestimmten Aktion auf und erkläre, was danach passiert. „Angebot anfragen“ weckt eine andere Erwartung als „Jetzt kaufen“.

Der Button sollte auffallen und eindeutig beschriftet sein. Wiederholte Buttons können zum gleichen Ziel führen; konkurrierende Aufforderungen machen die Entscheidung unnötig kompliziert.


Detail-Infos

Erläutere wichtige Einzelheiten zum Angebot, beispielsweise Funktionen, Leistungsumfang, Ablauf oder Voraussetzungen.

Details gehören dorthin, wo sie eine Frage beantworten. Nicht jedes Merkmal braucht einen eigenen Abschnitt.

Vertrauensbildende Elemente

Wähle Nachweise, die zum Angebot passen: beispielsweise Referenzen, Bewertungen, relevante Zertifikate oder konkrete Arbeitsergebnisse.

Ein Kundenlob ist überzeugender, wenn deutlich wird, worauf es sich bezieht. Ein Siegel braucht einen erkennbaren Aussteller und einen Bezug zum Angebot.


 

Abschluss Confirmation Page

Hat der Leser bestellt, sich angemeldet oder eine Anfrage geschickt, bestätige die Handlung.

Auf der sogenannten Confirmation Page sollte er erfahren, ob alles geklappt hat und wie es weitergeht: Wann erhält er eine Antwort? Kommt eine E-Mail? Gibt es Unterlagen oder weitere Schritte?

Ein ergänzendes Angebot kann hier passen. Zuerst braucht der Besucher aber die Bestätigung seiner gerade ausgeführten Handlung.

 

LandingPages testen

Wie findest du heraus, ob du eine starke „Lande-Seite“ für deine Zielgruppe erstellt hast? Indem du prüfst, wie sie genutzt wird und wo Fragen oder Hindernisse entstehen.

A/B-Tests sind eine gängige Methode: Ein Teil der Besucher sieht die ursprüngliche Seite, ein anderer eine Variante. Verglichen wird, welche Version häufiger zur vorher festgelegten Zielhandlung führt.

Du musst dafür nicht zwei völlig verschiedene Seiten entwickeln. Eine andere Überschrift oder eine klarere Handlungsaufforderung kann bereits eine sinnvolle Testfrage liefern.

Ändere aber nicht einfach auf Verdacht die Button-Farbe. Überlege zuerst, welches Problem du lösen möchtest: Ist das Angebot unklar? Fehlt eine wichtige Information? Wissen Besucher nicht, was nach dem Klick passiert?

Für eine belastbare Auswertung brauchst du ausreichend Besucher. Bei wenig Traffic können Rückfragen von Interessenten oder beobachtete Schwierigkeiten bei der Nutzung zunächst konkretere Hinweise liefern.

 

LandingPage-Texte schreiben lassen

Eine LandingPage braucht mehr als einzelne überzeugende Sätze. Angebot, Leserfragen und Handlungsaufforderung müssen zusammenpassen.

Ich entwickle die Textstruktur und formuliere deine Website-Texte so, dass Besucher verstehen, was du anbietest, für wen es passt und warum sie sich dafür entscheiden sollten.

Du planst eine neue LandingPage oder möchtest eine bestehende überarbeiten lassen? » Kontakt aufnehmen

Tamara Niebler

Ich bin Tamara Niebler, Philosophin (M. A.), Redakteurin und SEO-Texterin. Seit über 10 Jahren schreibe ich für Medien und Unternehmen und verbinde kommunikative Expertise mit SEO und analytischem Denken. Hier teile ich meine Erfahrungen aus Text, Redaktion und Content-Marketing.

Zurück
Zurück

Duplicate Content Check: Website auf doppelte Inhalte prüfen

Weiter
Weiter

So funktioniert die Google-Suche – SEO Grundlagen für Anfänger