Die Headline (deine Haupt-Überschrift) ist der erste Kontaktpunkt zwischen dem Leser und deiner Website. Ist deine Überschrift langweilig, klickt auch niemand darauf. Erregt sie dagegen Aufmerksamkeit, kannst du dich über Klicks freuen.
Warum gute Überschriften online wichtig sind
Die Überschrift ist deine digitale Visitenkarte. Auf deiner Website führt sie in den Text ein; in den Suchergebnissen übernimmt diese Aufgabe der SEO-Titel. Beide können gleich lauten – entscheidend ist, dass sie den Inhalt auf den Punkt bringen. » Snippet-Optimierung
Um aus der schier endlosen Masse an Suchergebnissen und Online-Inhalten hervorzustechen, muss deine Hauptüberschrift einiges leisten.
Und das gelingt dir durch … Abgucken – ja, richtig gelesen! Abgucken ist erlaubt.
Schau dir an, wie andere Neugier wecken, einen Nutzen versprechen oder ihr Thema zuspitzen. Übernimm das Prinzip und mach deine eigene Überschrift daraus.
4 Prinzipien für klickstarke Überschriften
Von nichts kommt nichts. Du musst dir also schon etwas Mühe geben, damit deine Überschriften zum Weiterlesen animieren. Darum geben große Marken und Konzerne oft gleich 25 oder mehr verschiedene Headlines in Auftrag. Die besten davon schaffen es dann auf die jeweilige Website und werden abwechselnd getestet. Aber das nur so nebenbei …
Präzision: Beschreibt sie den Inhalt genau?
Mehrwert: Weiß der Leser, was er gewinnt?
Klarheit: Versteht sie jeder ohne Erklärung?
Dringlichkeit/Relevanz: Gibt es einen Grund, jetzt zu lesen?
Diese 4 Punkte erfüllt eine Top-Headline
Präzise Inhaltsbeschreibung
Worum geht’s genau?
Eine starke Überschrift verrät auf den ersten Blick, was den Leser erwartet.
Falsch » „Tipps für bessere Texte“
Richtig » „Wie du mit 5 einfachen Tricks deine Blogtexte für Google optimierst“
Mehrwert herausstellen
Was bringt dein Text dem Leser?
Hier geht es darum, den konkreten Nutzen in aller Kürze zu verdeutlichen. Das kann Wissen, eine Lösung, Inspiration oder sogar Unterhaltung sein.
Falsch » „Die Geschichte des Kaffees“
Richtig » „Wie Kaffee dein Gehirn leistungsfähiger macht – wissenschaftlich belegt“
Klarheit ohne Kontext
Kann die Überschrift für sich alleinstehen und trotzdem genug aussagen?
Eine gute Überschrift funktioniert wie ein Küchenzuruf: sie ist sofort verständlich.
Falsch » „Gesünder leben“
Richtig » „3 Lebensmittel fürs Herz“
Dringlichkeit ausdrücken
Warum sollte der Leser seine wertvolle Zeit für diesen Text opfern?
Hier geht es nicht um künstlichen Druck („JETZT KLICKEN!“), sondern darum, warum der Text gerade jetzt für den Leser wichtig ist. Das kann Zeitersparnis, ein aktuelles Problem oder eine Chance sein.
Falsch » „Steuern sparen“
Richtig » „Steuererklärung 2025: Diese 7 Abzugsmöglichkeiten laufen Ende Dezember ab“
Wichtig: Bitte kein Clickbaiting betreiben (= reißerische Titel). Damit kannst du zwar kurzfristig viele Klicks einheimsen, das Image deiner Marke prägst du aber negativ. Und zwar nicht nur in meinen Augen – immerhin kann die ganze digitale Welt dir zusehen 😉.
Headlines formulieren & attraktiv gestalten
Das solltest du beim Erstellen von Überschriften beachten
a) Ideale Länge von Überschriften
Für den SEO-Titel sind etwa 50 bis 65 Zeichen inklusive Leerzeichen ein brauchbarer Richtwert. Wie viel Google tatsächlich anzeigt, hängt unter anderem von der Zeichen- und Gerätebreite ab. Stelle deshalb Thema und Nutzen früh heraus, damit die entscheidende Aussage auch bei einer gekürzten Darstellung sichtbar bleibt.
Die Hauptüberschrift auf deiner Website hat mehr Spielraum: Sie darf länger sein, wenn sie dadurch konkreter und verständlicher wird.
Bsp.:
Diese Zeile hat zum Beispiel genau 65 Zeichen inkl. Leer-Zeichen.
b) Perfekte Wort-Anzahl der Headline
Online-Texte werden häufig erst einmal überflogen. Bring deshalb Thema und Nutzen ohne langen Anlauf auf den Punkt.
6 Wörter sind eine gute Kürzungsübung: Was bleibt von deiner Überschrift, wenn du sie darauf reduzierst? Ergänze anschließend, was Leser brauchen, um den Inhalt richtig einzuordnen. Die Wortzahl allein macht schließlich noch keine gute Headline.
Dogmatismen sind ohnehin fehl am Platz – ob in der Suchmaschinenoptimierung, beim Schreiben, im Leben – überhaupt!
c) Keyword an den Anfang des Titels (SEO-Tipp)
Setze das zentrale Keyword möglichst weit nach vorn, wenn die Überschrift dadurch natürlich und verständlich bleibt. So erkennen Leser beim Überfliegen schnell, worum es geht und ob der Text zu ihrer Suche passt.
Quetsche den Begriff aber nicht um jeden Preis an die erste Stelle. Entscheidend ist die gesamte Aussage: Sie soll das Thema benennen und einen guten Grund zum Weiterlesen liefern. » Digitale Lesepsychologie
Gute Überschriften, die gern geteilt werden
5 Muster für deine nächsten Headlines
Welche Formulierungen bringen eine Überschrift auf den Punkt? Eine BuzzSumo-Analyse von LinkedIn-Beiträgen aus dem Jahr 2016 identifizierte unter anderem diese fünf Muster. Die damaligen Share-Zahlen sind kein heutiger Erfolgsmaßstab. Als Formulierungshilfe lassen sich die Muster aber gut nutzen.
1. „Warum du … solltest“
Klingt nach einem konkreten Erkenntnisgewinn. Die Überschrift kündigt eine Begründung an – und die solltest du im Text auch liefern.
2. „Was du von … lernen kannst“
Jo, das lädt zum Storytelling ein. Eine Person, ein Unternehmen oder ein Projekt liefert den Ausgangspunkt. Zeige, welche Erfahrungen deine Leser auf ihre eigene Situation übertragen können.
3. „Die Zukunft des/der …“
Der Blick nach vorn weckt Neugier. Besonders interessant wird er, wenn du erklärst, welche Entwicklungen deine Leser betreffen und was daraus für sie folgt.
4. „Wie du …“
Eine klassische Einleitung für Anleitungen. Sie macht deutlich, welches Problem der Text löst oder welches Ziel Leser damit erreichen.
5. „Du musst …“
Ein direkter Appell, der Dringlichkeit ausdrückt und polarisiert. Setze ihn ein, wenn du eine klare Position vertrittst und sie im Text begründest.
Abschreiben erlaubt!
Ideen für gute Überschriften
So, nach dem ganzen Vorgeplänkel, geht’s jetzt endlich in medias res! Hier habe ich dir einige Vorlagen mit Beispiel-Überschriften zusammengestellt. Du kannst sie direkt als Textbausteine nutzen und einzelne Wörter austauschen, um dein Thema darin unterzubringen.
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