SEO Keyword-Recherche – Die richtigen Keywords finden

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Wie findet man richtige Keywords? Schließlich besitzen die Suchbegriffe eine Schlüsselposition in der SEO. Denn die richtigen Suchbegriffe helfen dabei, dass Nutzer und Suchmaschinen verstehen, worum es auf deiner Website geht. Eine Keyword-Recherche ist auch für Anfänger machbar: Alles, was du dafür brauchst, ist gesunder Menschenverstand und das ein oder andere Keyword-Tool.

Aktualisiert: August 2026

 

Warum du die richtigen Keywords brauchst

SEO Keyword-Recherche: Wie finde ich die richtigen Keywords?

Du kannst den besten Text der Welt schreiben. Wenn du ein Thema anders nennst als die Menschen, die danach suchen, wird es mit der Sichtbarkeit trotzdem schwierig.

Genau deshalb gibt es die Keyword-Recherche.

Sie zeigt dir, wonach deine Zielgruppe tatsächlich sucht, welche Begriffe sie verwendet und welche Themen sich für welche Seite eignen.

Klingt erstmal nach Excel, Tools und Zahlenkolonnen. Ist es teilweise auch. Aber die eigentliche Arbeit beginnt danach: Welche Keywords passen wirklich zu deinem Angebot – und welche kannst du getrost wieder aus der Liste werfen?

Denn ein hohes Suchvolumen macht noch lange kein gutes Keyword.

Vgl. SEO-Texte schreiben lassen sowie SEO-Texten: Suchmaschinenoptimiertes Schreiben und Was sind Keywords?

 

Darum sind Keywords wichtig

Keywords zeigen dir, mit welchen Begriffen Menschen nach einem Thema, einer Leistung oder einem Produkt suchen.

Das hilft dir dabei, Inhalte so aufzubauen, dass sie zur Suchanfrage passen – sprachlich, thematisch und strukturell.

Wichtig ist aber: Ein Keyword allein macht noch kein Ranking.

Entscheidend ist, ob die Seite die passende Suchintention trifft, das Thema sinnvoll abdeckt und im Vergleich zu den vorhandenen Suchergebnissen etwas Brauchbares liefert.

Ein Keyword ist also eher der Wegweiser. Laufen muss die Seite schon selbst.

 

Woran du ein gutes Keyword erkennst

Ein gutes Keyword sollte:

  • zu deinem Angebot oder Thema passen,

  • von deiner Zielgruppe tatsächlich verwendet werden,

  • zur Suchintention der Seite passen,

  • und im Wettbewerbsumfeld realistische Chancen bieten.

Suchvolumen ist dabei hilfreich – aber nicht allein entscheidend. Ein kleinerer, sehr konkreter Suchbegriff kann für dein Geschäft deutlich wertvoller sein als ein großes Keyword, das zwar viel Traffic bringt, aber kaum passende Besucher.

 

4 Tipps zur Keyword-Recherche

Suchmaschinenoptimierung ist kein Hexenwerk. Viel wichtiger ist, überlegt vorzugehen. Keyword-Tools helfen dir dabei – die Entscheidung nehmen sie dir aber nicht ab. Denn am Ende zählt nicht, welches Keyword auf dem Papier besonders gut aussieht, sondern ob es zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und der jeweiligen Seite passt.

 

1) Brainstorming

Zunächst einmal sammelst du Ideen. Versetze dich dafür in die Lage deiner Kunden und überlege, welche Begriffe sie tatsächlich verwenden würden.

Beispiel: Du verkaufst Damenhandtaschen in München.

Wonach sucht deine Zielgruppe eher: Handtaschen kaufen München oder Handtasche herstellen? Vermutlich interessiert sie sich zuerst dafür, wo sie das Produkt kaufen kann.

Oder du bist Handwerker in Köln. Suchen potenzielle Kunden bereits nach deinem Firmennamen – oder eher nach etwas wie Handwerker Köln?

Notiere dir zunächst die Begriffe, die dein Angebot möglichst treffend beschreiben. Perfekt müssen sie noch nicht sein. Aussortiert wird später.

 

2) Keyword-Recherche Tools:

Google, Ubersuggest & Co.

Das war der erste Schritt. Jetzt kannst du mithilfe von Keyword-Tools weitere Suchbegriffe finden und prüfen, wie häufig nach ihnen gesucht wird.

Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Google selbst liefert dir über Autocomplete und verwandte Suchanfragen bereits erste Hinweise. Dazu kommen Tools wie Ubersuggest, der Google Keyword Planner oder andere SEO-Tools.

Wichtig: Die Zahlen aus den Tools sind Anhaltspunkte, keine Naturgesetze.

Suchvolumen, Wettbewerb und verwandte Begriffe helfen dir bei der Einschätzung. Sie sagen dir aber nicht automatisch, welches Keyword für deine Seite das richtige ist.

Noch spannender wird es, wenn deine Website bereits Daten sammelt. Dann lohnt sich ein Blick in die Google Search Console: Dort siehst du, über welche Suchanfragen deine Seiten tatsächlich Impressionen und Klicks bekommen.

 

3) Suchvolumen und Konkurrenz richtig einschätzen

Jetzt kommt der interessante Teil: Ein Keyword sollte genügend Nachfrage haben – aber Suchvolumen allein macht noch kein gutes Keyword.

Ein Begriff mit 5.000 Suchanfragen im Monat kann für dich völlig uninteressant sein. Ein Keyword mit 100 Suchanfragen kann dagegen genau die Menschen erreichen, die dein Angebot suchen.

Auch der Wettbewerbswert eines Tools ist nur ein Hinweis. Ein niedriger Wert bedeutet nicht automatisch, dass du leicht rankst.

Schau deshalb zusätzlich direkt in die Suchergebnisse:

  • Welche Seiten ranken bereits?

  • Sind es Shops, Ratgeber, lokale Anbieter oder große Portale?

  • Passt deine geplante Seite überhaupt zu dieser Art von Suchergebnis?

  • Kannst du zu dem Thema etwas liefern, das wirklich hilfreich ist?

Die SERP ist oft ehrlicher als die schönste Keyword-Zahl.

 

4) Die richtige Keyword-Wahl

von guten und weniger guten Suchbegriffen

Keywords sind nicht an sich gut oder schlecht. Sie können aber besser oder schlechter zu deiner Seite passen.

Nehmen wir wieder einen Online-Shop für Damenmode. Du verkaufst T-Shirts, Jacken, Pullover und Tops.

Dann stellt sich die Frage: Suchen potenzielle Kundinnen wirklich nach Oberbekleidung? Oder eher nach konkreteren Begriffen wie „Damen T-Shirts kaufen”?

Genau hier kommt die Suchintention ins Spiel. Ein Keyword kann ein hohes Suchvolumen haben und trotzdem die falschen Besucher bringen. Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten: Wie oft wird danach gesucht? Sondern auch: Was möchte jemand finden, der diesen Begriff eingibt?

 

Long-Tail-Keywords: spezifischer statt einfach nur länger

Long-Tail-Keywords haben meist ein geringeres einzelnes Suchvolumen als sehr allgemeine Begriffe. Dafür sind sie häufig konkreter.

Statt nur nach: Schuhe

sucht jemand zum Beispiel nach: Damen Winterstiefel hoher Absatz

Die zweite Suche verrät deutlich mehr darüber, was die Person eigentlich möchte. Trotzdem gilt nicht automatisch: Je länger das Keyword, desto leichter das Ranking.

Auch sehr spezifische Suchanfragen können umkämpft sein. Entscheidend ist wieder, was hinter der Suche steckt und welche Ergebnisse bereits dazu existieren.

Du musst deshalb auch nicht jede Seite zwanghaft auf ein Long-Tail-Keyword optimieren. Sinnvoller ist eine Mischung aus größeren Themen und konkreteren Suchanfragen.

 

Wie viele Keywords sind sinnvoll?

Eine Seite braucht vor allem ein klares Thema. Du kannst dir dafür ein Hauptkeyword als Orientierung setzen. Das bedeutet aber nicht, dass die Seite nur für genau diesen einen Begriff relevant sein darf. Ein guter Text kann für viele ähnliche Suchanfragen ranken:

  • Synonyme

  • unterschiedliche Schreibweisen

  • spezifischere Fragen

  • eng verwandte Begriffe

Wichtig ist, dass sie dieselbe oder eine sehr ähnliche Suchintention haben.

Wenn zwei Keywords dagegen etwas völlig Unterschiedliches meinen, solltest du prüfen, ob dafür zwei eigene Seiten sinnvoller sind.

 

Keywords wie oft verwenden?

Früher wurden dafür gern Prozentzahlen ausgerechnet. Drei Prozent Keyword-Dichte, vier Prozent Keyword-Dichte – und plötzlich klang ein Text, als hätte jemand dasselbe Wort mit Gewalt alle drei Sätze hineingedrückt.

Das brauchst du nicht. Verwende dein zentrales Keyword so oft, wie es natürlich und sinnvoll ist. Dazu kommen passende Varianten und Begriffe, die du ohnehin brauchst, um das Thema vernünftig zu erklären.

Eine feste Formel gibt es dafür nicht.

 

Wo sollte dein Keyword noch stehen?

An ein paar Stellen lohnt es sich trotzdem, den zentralen Suchbegriff oder eine passende Variante mitzudenken:

  • im SEO-Title

  • in der H1

  • möglichst früh im Text

  • in passenden Zwischenüberschriften

  • in einer sinnvollen URL

Auch in der Meta Description kann das Keyword sinnvoll sein – vor allem, weil Nutzer dort schnell erkennen sollen, worum es auf der Seite geht.

Bei Bildern gilt dagegen: Der Alt-Text ist keine Keyword-Ablage.

Er soll beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist bzw. welche Funktion das Bild hat. Wenn das Keyword dabei natürlich passt: wunderbar. Wenn nicht, gehört es dort auch nicht hinein.

 

Fazit: Tipps zur Keyword-Recherche

Keyword-Recherche ist kein Wettbewerb darin, möglichst viele Suchbegriffe in eine Tabelle zu packen. Du willst herausfinden: Wonach suchen Menschen – und welche dieser Suchanfragen passen wirklich zu deiner Seite?

Fazit: Tipps zur Keyword-Recherche
  1. Tools liefern dir dafür Daten.

  2. Die Suchergebnisse zeigen dir, was Google zu einem Begriff aktuell versteht.

  3. Und deine eigene Website verrät dir mit der Zeit, welche Themen tatsächlich funktionieren.

Am Ende brauchst du deshalb nicht die größte Keyword-Liste. Du brauchst die richtigen Begriffe für die richtigen Seiten.

Evtl. auch interessant für dich: SEO-Texte schreiben für Anfänger (Anleitung)

Tamara Niebler

Ich bin Tamara Niebler, Philosophin (M. A.), Redakteurin und SEO-Texterin. Seit über 10 Jahren schreibe ich für Medien und Unternehmen und verbinde kommunikative Expertise mit SEO und analytischem Denken. Hier teile ich meine Erfahrungen aus Text, Redaktion und Content-Marketing.

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